HUNDERTPROZENT für die Strasse

HUNDERTPROZENT für die Strasse – Chimpy Powerbanks für Obdachlose. Wir haben wieder mal was Neues vor. Mit coolen Partnern haben wir ein Projekt auf die Beine gestellt, dass Menschen, die auf der Strasse leben, mit Strom versorgt.

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Schluss mit Ausreden: Mehrwertsteuer senken, weiter denken!

Warum wir uns entschieden haben, die Mehrwertsteuersenkung direkt an diejenigen weiterzugeben, die besonders unter der Corona Pandemie leiden und weshalb wir uns wünschen, dass viele unserem Beispiel folgen.



Im Zuge des aktuellen Corona-Konjunkturpakets hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vom 01.07.2020 bis Ende 2020 von 19% auf 16% (reduzierter Satz: 7% auf 5%) gesenkt. Die Politik will damit die deutschen Konsumentinnen und Konsumenten entlasten und den Konsum im Land wieder ankurbeln. Dimension: 20 Milliarden Euro. Eine Zahl, die hat derart viele Nullen hat, da kriegen auch gewiefte Zahlenjongleure erst mal Augenflimmern. Wir haben also die Köpfe zusammengesteckt und ruckizucki den Chimpy-Corona Konjunkturplan entworfen. Et voila.

 

Der Chimpy-Corona Konjunkturplan
Steuerthemen sind bei uns erstmal in etwa gleich beliebt, wie das Ausräumen der Spülmaschine in unserer Küche. Eher lästige Pflicht als erquickendes Vergnügen. In diesem Fall erachten wir es aber als unsere Verantwortung dem Zweck dieser Massnahme bestmöglichst zu entsprechen und diejenigen Personen zu entlasten, die besonders unter den Folgen der Corona Pandemie zu leiden haben. Wir haben uns deshalb entschieden, die durch die MWST-Senkung erzielte Steuerersparnis einzubehalten und in abwechselnder Reihenfolge zum Ende des Monats vollständig an die Diakonie-Stiftung Hamburg, Strassenblues und RockCity zu spenden. Diese Initiativen und Verbände unterstützen Obdachlose, Bedürftige, Musiker und Freiberufler. 

Das bedeutet auch, dass die Leihgebühr für unsere Powerbanks unverändert bei 3 Euro bleibt. Aus drei Gründen:

  1. Ohne jeden Zweifel wissen wir, dass leerer Akku unterwegs so richtig nervt. Aber, Hand aufs Herz, es gibt Grundlegenderes im Leben: ausreichend Geld für Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf zum Beispiel. Alles Basisbedürfnisse, für die unsere Kunden zum Glück i.d.R. aufkommen können. Wir geben die Steuerersparnis deshalb lieber an diejenigen weiter, die sie besonders benötigen.
  2. Als Servicedienstleister im Einzelhandel sind wir von Abhängigkeiten und eigenständigen Überlegungen unserer Partner nicht gefeit. Wir haben uns entschieden, nicht zu warten, sondern umgehend zu handeln und diesen eigenen Weg einzuschlagen.
  3. In der öffentlichen Diskussion wird von Unternehmen oftmals die Komplexität der temporären Anpassung des Mehrwertsteuersatzes herausgestrichen. In der Tat, auch für uns wären Preisanpassung für diesen Zeitraum mit Aufwand verbunden gewesen. Die Steuerersparnis einzubehalten und der Maßnahme entsprechend zweckgebunden weiterzugeben, kostet aber nichts und ist einfach umgesetzt.
Weiter denken statt Ausreden suchen

Wir wissen, dass unser Beitrag bei der Dimension der Herausforderung verschwindend klein ist. Es geht uns viel eher darum, unserer Verantwortung gerecht zu werden und dabei viele weitere Unternehmen dazu zu animieren, die Mehrwertsteuersenkung entweder direkt an ihre Kunden weiterzugeben oder für einen sinnvollen, gemeinnützigen Zweck zu spenden. Viel zu oft lesen wir nämlich immer noch Ausreden von Unternehmen, die aufgrund der Komplexität der Umsetzung oder aufgrund der eigenen Umsatzeinbußen durch Corona, händeringend nach Ausreden suchen, weshalb sie die Einnahmen lieber selber einstreichen, anstatt diejenigen zu entlasten, die von dieser Massnahme eigentlich profitieren sollen – deshalb umso mehr: Mehrwertsteuer senken, weiter denken!